Forschung

Dialogforum Energieeffizienz gestartet

Das Dialogforum „Neue Energietechnologien“ bringt Forscher und Unternehmen an einen Tisch © BMWi

Auf Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums wurde im Sommer 2013 das Dialogforum Energieeffizienz als auf Dauer angelegte Dialogplattform zur Vernetzung von Forschung und Unternehmen ins Leben gerufen.

Das Forum trägt bei zur Umsetzung der EU-Effizienzrichtlinie. Doch mit seinem darüber hinausgehenden Themenspektrum verfolgt es das Ziel, neue Ideen und Ansätze zur Steigerung von Energieeffizienz auf Anbieter- und Nachfrageseite zu entwickeln. Dabei geht es vor allem auch darum, bestehende Hemmnisse zu untersuchen, die eine weitere Verbesserung der Energieeffizienz bei Haushalten, Unternehmen und der öffentlichen Hand verhindern. Ausgehend von bestehenden Potenzialen und Hemmnissen auf Markt- und Unternehmensseite wurden mögliche Lösungsansätze diskutiert wie lernende Energieeffizienznetzwerke von Unternehmen.

Der Weg von der innovativen Idee bis zum marktfähigen Produkt ist oft langwierig und risikoreich. Er geht von der Grundlagen- über die anwendungsorientierte Forschung zur Produktentwicklung und weiter über Demonstration und Prototypfertigung bis hin zur Marktvorbereitung und -einführung. Um diesen Prozess zu verbessern und zu beschleunigen, ist es wichtig, dass Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen und Unternehmen eng zusammenwirken. Diese Kooperation unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit dem neuen Dialogforum "Neue Energietechnologien".

Leitlinien des Dialogforums

Die beteiligten Wirtschaftsverbände, der Bundesverband der Verbraucherzentralen und das Bundeswirtschaftsministerium stellen ihre Arbeit im Dialogforum unter folgende Leitlinien:

  • Die Spitzenverbände der Wirtschaft werden eine noch aktivere Rolle insbesondere bei der Aufklärung über Vorteile von Energieeffizienz übernehmen.
  • Die Energiewende öffnet vielen Unternehmen, insbesondere des Mittelstandes, neue Chancen im Markt für Energiedienstleistungen und -Effizienzprodukte. Diese gilt es zu nutzen. Kosten-Nutzen-Bewertungen auf der Basis von Lebenszyklusanalysen zeigen, dass sich Energieeffizienzinvestitionen deutlich häufiger rechnen als vielfach angenommen. Durch qualitativ hochwertige Beratung sollen Haushalte und Unternehmen über den Nutzen energieeffizienter Produkte, Produktionsprozesse und Energiemanagementsysteme informiert werden.
  • Erhebliche Fortschritte bei der energieeffizienten Produktion können ohne staatliche Bevormundung erzielt werden. Dies zeigen die bisherigen Erfolge der Eigeninitiative der Wirtschaft. Jetzt geht es darum, Hemmnisse, die weitere Fortschritte bei der Steigerung der Energieeffizienz behindern zu identifizieren und zu überwinden.
  • Bei der Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit von Effizienzmaßnahmen zu beachten. Die Weiterentwicklung des bestehenden Instrumentenmixes, wie er in Deutschland mit seiner Mischung aus Ordnungsrecht, Förderung und Information erfolgreich praktiziert wird, ist hier der richtige Weg.

Zum Ende der Auftaktveranstaltung kündigte Staatssekretär Kapferer an, den Dialogprozess fortzusetzen - zunächst im Rahmen von Fachgesprächen zu spezifischen Themen der Energiewende