Forschung / 09.02.2016

Förderung der Mittelstandsinitiative Energiewende verlängert

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks beim DBU-Workshop „Innovative Lösungen für Energieeffizienz und Klimaschutz“ am 8. Juli 2015 in Berlin. Hier berichteten Unternehmen über Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus ihrer betrieblichen Praxis. Quelle: Mittelstandsinitiative Energiewende

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz wird für weitere drei Jahre fortgeführt. Die von der Bundesregierung mit rund vier Millionen Euro geförderte Initiative hilft Unternehmen dabei, effizienter mit Energie umzugehen und Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen.

Das gemeinsame Projekt von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium ist beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks angesiedelt. Die beiden Ministerien geben in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt, dass sie die Laufzeit der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz bis Ende 2018 verlängern.

Initiative hilft, Energie zu sparen und Emissionen zu senken

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Der deutsche Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und zugleich ein wichtiger Akteur im Klimaschutz. In vielen Unternehmen schlummern große Potenziale für Energieeinsparung und Klimaschutz. Die wollen wir gemeinsam heben. Mit dem DIHK und dem ZDH haben wir zwei zuverlässige Partner, die die Unternehmen direkt vor Ort erreichen."

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel:
"Mit der Initiative unterstützen wir unsere Mittelständler in ihrem Unternehmensalltag dabei, Energie und damit Kosten einzusparen. Mit dieser konkreten Hilfestellung sollen Investitionen angereizt werden und so Arbeitsplätze und Einkommen in Deutschland gesichert werden. Denn die Energiewende ist auch eines der größten Infrastruktur- und Effizienzprojekte unserer Zeit und eröffnet gerade dem Mittelstand große Chancen." Der Minister betonte, die erste Runde des Projekts habe gezeigt, dass praktische Beratung, Information und Unterstützung beim Handwerk die Schlüssel für Investitionen in Energieeffizienz seien.

Mit Energiescouts zu mehr Effizienz

Die Initiative wird mit insgesamt rund vier Millionen Euro gefördert. Sie bietet Unternehmen mit Dialogangeboten, Informationen und Qualifizierungen Hilfestellung zum Thema Energieeffizienz und vermittelt Ansprechpartner vor Ort. Eine wichtige Rolle spielen die sogenannten Energie-Scouts. Mehr als 1.000 Auszubildende wurden seit 2013 an 31 IHK-Standorten als Energie-Scouts ausgebildet. Diese identifizieren anschließend in ihren Betrieben Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Dieser Ansatz soll in den kommenden drei Jahren noch weiter verbreitet und um die Themen Mobilität sowie Ressourcen- und Materialeffizienz ergänzt werden.

Im neu gestarteten Pilotvorhaben „Innovationsassistenz für Energieeffizienz“ bringt die Mittelstandsinitiative gemeinsam mit Industrie- und Handelskammern kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Hochschulen und Studenten zusammen, die ihre Abschlussarbeit im Themenfeld Energieeffizienz praxis- und unternehmensnah gestalten wollen. Die Studenten sammeln dabei praktische Erfahrungen, die Unternehmen können die Vorschläge der Studenten nutzen und Energie einsparen.

Im Handwerk sollen Umweltzentren Know-how zu Energieeinsparung vermitteln. Dafür sollen mindestens 1.400 Handwerksunternehmen erreicht werden, die Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen aufspüren und realisieren wollen.

Der Pool von Modellbetrieben, den die regionalen Entwicklungswerkstätten des Handwerks bereits aufgebaut haben, soll zu einem bundesweiten Netzwerk ausgebaut werden. Durch die Erfassung und Realisierung von zusätzlichem CO2-Einsparpotential im KMU-Bereich soll der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz unterstützt werden.