Forschung

Internationale Energieforschung

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Berliner Hauptbahnhofs. © BINE Informationsdienst

Deutschland ist bei der Energieforschung in internationale Forschungskooperationen eingebunden. Bei dieser Zusammenarbeit in der Energieforschung agiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) auf den drei Ebenen EU, Internationale Energieagentur sowie multilaterale Initiativen zur Energieforschung.

Energieforschung in der EU

Die EU fördert Forschung und Entwicklung auf Basis mehrjähriger Forschungsrahmenprogramme (FRP). Ziel ist es, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der Industrie zu stärken, die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern und den europäischen Forschungsraum (ERA) auszubauen.
Für das von 2007 bis 2013 laufende 7. FRP standen 53,2 Mrd. Euro zur Verfügung. Einer von zehn Themenschwerpunkten ist die nicht-nukleare Energieforschung. Für sie sind 2,35 Mrd. Euro vorgesehen. Im Rahmen des Programms beteiligt sich das BMWi an Europäischen Technologieplattformen wie "Hydrogen and Fuel Cells", "Zero Emission Fossil Fuel Power Plants ZEP" sowie "Electricity Networks of the Future" und an sogenannten ERA-Nets wie "Hydrogen and Fuel Cells" und "Fossil Energy Coalition FENCO".

Auskunft über mögliche Förderung von Energieforschung erhalten Interessierte von der Nationalen Kontaktstelle Energie. Diese steht im Auftrag des BMWi allen deutschen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen als Beratungs- und Serviceeinrichtung kostenlos zur Verfügung.

Energieforschung in der Internationalen Energie Agentur

Deutschland ist Gründungsmitglied der Internationalen Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris. Die IEA ist für die 27 Mitgliedstaaten Forum zur gemeinsamen Abstimmung wichtiger Energiefragen sowie Plattform für internationale Forschungskooperationen.
Schwerpunkte sind Erneuerbare Energien, fossile Energieträger, Energieeffizienz sowie Kernfusion. Deutschland engagiert sich derzeit in 27 Forschungskooperationen. Alle Energieforschungsprojekte und -aktivitäten werden durch das Committee on Energy Research and Technology (CERT) koordiniert, in dem das BMWi die Bundesregierung vertritt. In vielen Veröffentlichungen informiert die IEA über Energiethemen. In Länderberichten werden die Energiesysteme der Mitgliedstaaten evaluiert, Deutschland zuletzt im Jahr 2013.

Multilaterale Initiativen der Energieforschung

Das BMWi engagiert sich auch in multilateralen Initiativen zur Energieforschung, wie z. B. dem Carbon Sequestration Leadership Forum (CSLF) im Bereich von Kraftwerkstechnologien zur Abscheidung und Speicherung von CO2 und dem International Partnership for the Hydrogen Economy (IPHE) bei Wasserstofftechnologien.