Forschung / 17.03.2015

Regierung startet Plattform Industrie 4.0

Struktur der von BMWi und BMBF initiierten Plattform Industrie 4.0. © BMWi

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, haben am 16. März 2015 gemeinsam die Plattform Industrie 4.0 gestartet.
Die Plattform Industrie 4.0 setzt die Arbeit der Verbändeplattform Industrie 4.0 des VDMA, ZVEI und BITKOM fort. Sie erweitert das Themenspektrum um Sicherheit vernetzter Systeme, rechtliche Rahmenbedingungen, Arbeit, Aus- und Weiterbildung. Die Herausforderungen dieser neuen industriellen Revolution werden gemeinsam von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutiert. Ihre Arbeit konzentriert sich zunächst auf fünf Schwerpunkte:

  • Referenzarchitektur, Standardisierung und Normung
  • Forschung und Innovation
  • Sicherheit vernetzter Systeme
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Arbeit, Aus-/Weiterbildung.

Chancen von Industrie 4.0 erschließen

Die Auftaktveranstaltung der Plattform Industrie 4.0 findet am 14. April 2015 auf der Hannover Messe statt. Dort werden die Initiatoren die ersten Ergebnisse der bisherigen Verbändeplattform sowie Ausblick, Zielrichtung und Agenda der Plattform vorstellen und diskutieren.
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: " Mit der Neuausrichtung der Plattform wollen wir schnell zu ersten Ergebnissen kommen, damit diese in konkreten Anwendungsbeispielen von den Unternehmen getestet und anschließend in Geschäftsmodellen umgesetzt werden können."
Für die Umsetzung ist laut Bundesforschungsministerin Wanka wichtig, dass gerade mittelständische Unternehmen stärker in die Lage versetzt werden, die Chancen von Industrie 4.0 zu nutzen. "Dafür müssen wir die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Informationstechnik verbessern und haben gerade die Forschung in diesem Bereich verstärkt."

Struktur der Plattform Industrie 4.0

Das Leitungsgremium der Plattform wird neben den beiden Bundesministern Gabriel und Wanka mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften besetzt. Ein Strategiekreis übernimmt die Aufgabe der politischen Steuerung sowie die Rolle von Multiplikatoren. Ihm gehören Vertreter aus Bundesressorts, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Bundesländern an. Ein Lenkungskreis wird für Strategieentwicklung, technische Koordinierung und Umsetzung verantwortlich sein.