Reibungsminderung / Tribologie

 

Im Forschungsfeld Tribologie arbeiten Forscher daran, Reibungsverluste zu reduzieren und Energie effizienter zu nutzen. Der Begriff „Tribologie“ bedeutet „Lehre von der Reibung“. Reibung an bewegten Maschinenteilen ist Ursache sowohl für primäre Energieverluste durch Reibungswärme als auch für sekundäre Energieverluste; diese entstehen durch Verschleiß, Überdimensionierung sowie Herstellung und Umgang mit Schmierstoffen.

 

Zur Reduzierung der Reibung von Metalloberflächen beispielsweise im Verbrennungsmotor sind etablierte Lösungen wie eine Schmierung mit Hochleistungsmotorenöl oder Präzisionskugellager weitgehend ausgereizt; für weitergehende Fortschritte sind neue Ansätze erforderlich. Mit neuartigen Hartstoff- und Kohlenstoffschichten sowie modifizierten Schmierstoffen werden hohe Effizienzgewinne möglich.

 

Kohlenstoffbasierte, diamantähnliche Oberflächenbeschichtungen werden seit 2010 intensiv erforscht. Dabei geht es einerseits darum, die zugrunde liegenden Reibeffekte in Zusammenhang mit der Oberflächen- und Schmierstoffaktivierung zu verstehen. Andererseits wird an zuverlässigen und industrialisierbaren Fertigungsverfahren gearbeitet. Im Themenfeld sollen über den Kfz-Antriebsstrang hinaus auch weitere Anwendungsfelder wie Schienenfahrzeuge, Landmaschinen, Pumpen sowie Förderanlagen erschlossen werden.


Im Bereich des Forschungsfeldes Tribologie fördert das BMWi beispielsweise folgende Projekte:


> Supraschmierung (PEGASUS)

> Supraschmierung (PEGASUS II)

> Minimalschmierung (CHEOPS3)

> Wälzlager für Offshore-Anwendungen (POSEIDON)

Förderkonzept

Das Förderkonzept Eneff:IGHD wurde mit dem am 10. Juni 2016 gegründeten Forschungsnetzwerk Energie in Industrie und Gewerbe aktualisiert: Neben strategische Schlüsselthemen, die in den Forschungsfeldern gebündelt sind, tritt parallel die unabhängige Förderung von nicht zusammenhängenden Einzelthemen.

Förderkonzept EnEff:IGHD
(pdf als externer Download)