Detailansicht Reduzier- und Maßwalzblock auf der Georgsmarienhütte © Stahl-Zentrum

 

Die Energiekosten der Industrie sinken. Das zeigt der Energiekostenindex für die deutsche Industrie (EKI). Ausgehend vom Jahr 2010 beschreibt er die Veränderung der Kosten für die Energiebeschaffung im Verhältnis zur Entwicklung der industriellen Produktion, gemessen als Bruttoproduktionswert.

 

Insgesamt machten die Energiekosten der deutschen Industrie im März 2017 etwa 1,6% des Bruttoproduktionswerts aus. Im Jahr 2013 lag diese Quote noch bei 2,2%. Gemessen am Produktionswert fielen die Kosten in den hoch-energieintensiven Industrien mit minus 17,1% überdurchschnittlich. Diese nutzen zur Energieversorgung einen besonders großen Anteil von Öl- und Gas; außerdem ist bei ihnen der Strombezug besonders niedrig belastet durch Steuern, Abgaben und Umlagen.

 

Die Energiekosten der Industrien, die am wenigsten verbrauchen, sind dagegen lediglich etwa 13,5% niedriger als im Jahr 2010.

 

Die Daten sind Ergebnis der Auswertung des Index durch das Öko-Institut und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der European Climate Foundation (ECF), veröffentlicht in der Studie „EKI – Der Energiekostenindex für die deutsche Industrie. Bericht 3/2017“.