Aktuell / 13.05.2015

BMWi informiert über Förderung der Energieforschung

Im Bericht „Innovation durch Forschung“ stellt das BMWi exemplarisch einige der geförderten Forschungsvorhaben zu Energieeffizienz in der Industrie vor. © BMWi „Innovation durch Forschung“

Um die technologischen Grundlagen für die Energiewende zu schaffen, hat die Bundesregierung innerhalb von knapp zehn Jahren die Mittel für die Energieforschung mehr als verdoppelt. Dabei stehen Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Fokus, betonte Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie anlässlich der Vorstellung aktuellen Förderschwerpunkte im Bundesbericht Energieforschung 2015 sowie abgeschlossener Projekte und Ergebnisse im Jahresbericht Innovation durch Forschung 2014.

Im Bundesbericht Energieforschung 2015 stellt die Bundesregierung Struktur und Schwerpunkte der Förderung vor, die Maßnahmen konzentrieren sich auf Ausbau der Erneuerbaren und Effizienzsteigerungen. © BMWi, Bundesbericht Energieforschung 2015
Im Jahresbericht zur Forschungsförderung 2014 präsentiert das BMWi die Entwicklung der Fördermittel und der Neubewilligungen zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Industrie im Zeitraum von 2011 bis 2014. © BMWi, „Innovation durch Forschung“

Der Bundesbericht Energieforschung 2015 „Forschungsförderung für die Energiewende“ vermittelt einen Überblick über die Energieforschungsaktivitäten der Bundesregierung, der Bundesländer und auf EU-Ebene. Neben erneuerbaren Energien, Speichern und Netzen ist die Energieeffizienz in Gebäuden, Städten, Industrie und Gewerbe eine wichtige Aufgabe. Die Bundesregierung fördert die Energieforschung als wichtiges strategisches Element für eine zukunftsorientierte Energiepolitik. Dies zeigt sich auch daran, dass die Mittel für die Schwerpunktthemen im 6. Energieforschungsprogramm deutlich gestiegen sind (Abb. 2).

 

Projekte und Ergebnisse der Forschungsförderung 2014

Im Jahresbericht 2014 „Innovation durch Forschung“ stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Projekte und Ergebnisse der Forschungsförderung vor. Im vergangenen Jahr hat das Ministerium die Energieforschung mit 819 Millionen Euro gefördert, neu gestartete Projekte wurden mit mehr als 370 Millionen Euro unterstützt.

 

Der Bericht informiert über aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung des Jahres 2014, gibt Hintergrundinformationen zu den neuesten Technologie- und Marktentwicklungen und stellt Highlights und Vorzeigeprojekte vor. Das BMWi bündelt die Forschungsarbeit  zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien entlang der gesamten Energiekette: von der Energiebereitstellung, Energieleitung und –speicherung bis zur effizienten Nutzung in Gebäude, Stadt und Industrie.

 

Forschung für Energieeffizienz in der Industrie

Im Themenbereich Energieeffizienz bei Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (EnEff IGHD) hat das BMWi eine große Zahl an Projekten gefördert. Der Bericht stellt einige Vorhaben exemplarisch vor:

 

Mit der Inbetriebnahme des Hochtemperatursupraleitungskabels im Rahmen des AmpaCity-Projekts wurde 2014 ein erster Schritt in Richtung der technischen Realisierung von verlustfreiem Stromtransport durch Hochtemperatursupraleiter-Technik gemacht.

 

Im Rahmen des ENPRO-Verbundes startete ein Forschungsgroßprojekt zu Energieeffizienz und Prozessbeschleunigung in der chemischen Industrie, das den Großteil der relevanten Akteure – wie Bayer, BASF, EVONIK – vereint.

 

Bei dem Projekt „ETAFabrik": Energieeffiziente Fertigung der Zukunft“ wurde 2014 der Grundstein für das Betriebsgebäude gelegt.

 

Im Vorhaben RETURN arbeiten Forscher daran, die bei der Verarbeitung von Titan anfallenden Späne hochwertig zu recyceln.

 

Mit den Projekten Pegasus I/II und Poseidon werden Energieeffizienz-Gewinne in Antriebssystemen durch Schichtwerkstoffe und Schmierstoffe ermöglicht.

 

Zur Nutzung des thermoelektrischen Effektes wurden durch die Projekte HighTEG und ThermoHEUSLER  industriell relevante Mengen an thermoelektrischen Materialien hergestellt  sowie thermoelektrische Systeme zur Abwärmenutzung entwickelt und untersucht.

 

Die bisher entwickelten flammlosen Oxidationsprozesse – sogenannte FLOX-Prozesse – mit sehr hohen thermischen Wirkungsgraden sollen auch auf kleine Mikro-FLOX und große Mega-FLOX-Brennersysteme erweiterbar sein.
Diese Projektergebnisse und -ziele stehen exemplarisch für die Vielfalt an Ansatzmöglichkeiten und Fortschritten, die im Themenfeld Energieeffizienz in der Industrie 2014 verfolgt und erarbeitet wurden.

 

Sie werden ergänzt durch Verbundprojekte wie die Zeolith-Wärmepumpe als Gasadsorptionswärmepumpe oder „Ecoloop“, das ein Recycle-to-Gas-Verfahren entwickelt.

Verknüpfte Projekte

    Downloads

    Jahresbericht 2014 zur Forschungsförderung

    Publikation als externer PDF-Download (PDF: 6,9 MB)

    Bundesbericht Energieforschung 2015

    Publikation als externer PDF-Download (PDF: 742 KB)