Aktuell / 16.11.2016

Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 an der TU Ilmenau

Das Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 an der TU Ilmenau unterstützt Thüringische Unternehmen bei der Digitalisierung. ©Thüringer Aufbaubank/Andreas Beetz

Das neue Kompetenzzentrum unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung, Vernetzung und Einführung von Industrie 4.0-Anwendungen. Es ist Teil der Förderinitiative Mittelstand 4.0 des Bundeswirtschaftsministeriums.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum an der TU Ilmenau informiert und unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, Industrie 4.0 und Digitalisierung in der Produktion einzuführen. Mit Informationsveranstaltungen und Werkstattgesprächen vermittelt es, wie sich Betriebe mit Industrie 4.0-Technologien praxisorientiert neu aufstellen können. Der Leiter des Kompetenzzentrums, Prof. Jean Pierre Bergmann betont, dass die Digitalisierung die Vernetzung der Unternehmen untereinander und mit den Transferexperten verbessert: „Es gibt praxisorientierte Technologien, die gerade kleinen und mittleren Unternehmen großen Nutzen bringen und doch nicht viel kosten und für jedermann verständlich sind.“

 

Industrie 4.0 für den Mittelstand

Alle Angebote des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Ilmenau sind für Unternehmen kostenlos und werden auf einer zentralen Webseite dargestellt. Es ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die Unternehmen bei Einführung und Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien zu unterstützen.

 

Bei der Vorstellung des neuen Kompetenzzentrums sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Um die Voraussetzungen für Deutschlands Führungsposition in einer neuen technologischen Ära zu schaffen, muss auch unser Mittelstand fit für die Digitalisierung gemacht werden. Denn unsere Wirtschaft soll auch die Produkte von morgen so erfolgreich herstellen, wie sie dies heute tut.“

 

Modellfabriken demonstrieren den Einsatz von Industrie 4.0

In fünf eigens errichteten Modellfabriken werden vorbildliche digitale Produktionslösungen, die sich in einem Unternehmen bewährt haben, als Best-Practice-Beispiele umgesetzt.Die Modellfabriken stellen Techniken und Lösungen zu folgenden Schwerpunkten vor:

 

  • Vernetzung von Maschinen und Produktionsprozessen
    Dabei werden die spezifischen technologischen Merkmale der interessierten Unternehmen berücksichtigt und zusätzlich kommen Virtual Reality-Techniken zum Einsatz.
  • 3D-Druck und Individualisierte Produktion
    Additive sowie roboter- und lasergestützte Fertigungstechnologien werden demonstriert; beispielsweise auch, wie 3D-Druck-Dateien erstellt, bearbeitet und ausgetauscht werden können.
  • Migration
    Hier wird gezeigt, wie Unternehmen bereits genutzte Systeme und Anlagen durch die Integration von Industrie 4.0-Komponenten erweitern können, beispielsweise durch intelligente Systeme, sensornahe Datenverarbeitung, echtzeitfähige Kommunikation oder Cloud-Anbindungen. 
  • Prozessdatengenerierung und –transfer
    Die Modellfabrik unterstützt Unternehmen unter anderem bei der Echtzeiterfassung und –verarbeitung sowie beim Austausch von Daten, und bietet Hilfe bei der Mensch-Maschine-Interaktion.
  • Produktionssteuerung und Leitsysteme
    Diese Fabrik demonstriert die Individualisierung von Produkten, 3D-Scan, den Einsatz mobiler Endgeräte, die Qualitätsüberwachung in Fertigungszellen, also in miteinander verbundenen Produktionssystemen, und Plug-and-produce-fähige Maschinen.

Verknüpfte Projekte

  • Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, haben am 16. März 2015 gemeinsam die Plattform Industrie 4.0 gestartet. ... mehr

Kontakt

Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Ilmenau

Prof. Jean Pierre Bergmann

E-Mail: jeanpierre.bergmannattu-ilmenau.de