Aktuell / 28.02.2017

Energiewende im Verkehr

Im Bild zu sehen ist das „Stromtanken“ eines Elektroautos.
Die Programmübergreifende Förderinitiative „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“ trat jetzt in Kraft. Im Bild zu sehen ist das „Stromtanken“ eines Elektroautos. ©Fotolia/kasto

Bislang werden in der Energiebilanz der Energie- und Verkehrssektor getrennt betrachtet. Um das zu ändern, tritt jetzt die Förderinitiative „Energiewende im Verkehr“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Kraft. Sie soll dazu beitragen, Energiewirtschaft und Verkehr enger zu verknüpfen und die technologischen Möglichkeiten über die verschiedenen Fahrzeuge systemübergreifend weiterzuentwickeln.

Um die Energiewende und den Klimaschutz erfolgreich zu meistern, ist eine Gesamtbetrachtung der Energiesektors und des Verkehrs notwendig. Diese fehlt bislang und daher hat das BMWi nun die Förderbekanntmachung „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“ verabschiedet. Mit dieser Bekanntmachung sollen Energiewirtschaft und Verkehr enger verzahnt und die technologischen Möglichkeiten in einem systemübergreifenden Ansatz weiterentwickelt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium betont damit die energiepolitische Relevanz des steigenden Verkehrsaufkommens zu Land und zu Wasser und ermöglicht Synergieeffekte durch gemeinsame Forschung und Entwicklung. Dafür stellt BMWi für die kommenden drei Jahre rund 130 Millionen Euro bereit.

 

Staatssekretär Uwe Beckmeyer: „Mit der neuen Förderinitiative setzen wir gezielt auf die Verknüpfung von innovativen Energie- und maritime Technologien. Damit bringen wir die Energiewende im Verkehr voran. Zugleich eröffnet der Einsatz CO2- und schadstoffarmer Verbrennungsmotoren neue Chancen für die deutsche Industrie.“

 

Der Fokus der Förderbekanntmachung liegt auf Projekten zur Herstellung und Nutzung von alternativen, strombasierten Kraftstoffen und der Einbindung der neuen Technologien in die Energiewirtschaft. Die Nutzung der strombasierten Kraftstoffe kann in Pkw, Lkw, Schiffen, Baumaschinen oder in stationären Industriemotoren erfolgen. Von diesem Gedanken ausgehend fördert das BMWi zudem Konzepte, maritime Systeme mit synthetischen Kraftstoffen und Smart Microgrids in Hafengebieten (EnEff:Hafen2050) zu erforschen und neue Technologien zu entwickeln.

 

Sektorübergreifender Ansatz

Die Initiative baut dabei auf drei Förderbekanntmachungen des BMWi auf:

 

  • Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung zur nichtnuklearen Energieforschung im 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung (Dezember 2014),
  • Effizienzsteigerung Fahrzeugantriebe – Förderinitiative für umweltfreundliche und effiziente Antriebstechnik auf Straße und Schiene (November 2013; wird aktuell innerhalb des Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ umgesetzt) und
  • Maritime Technologien der nächsten Generation (März 2016).

 

Der Projektträger Jülich (PtJ) und der Projektträger TÜV Rheinland (PT TÜV) betreuen die Forschungsprojekte und koordinieren die Programme. Sie sind Ansprechpartner bei inhaltlichen und administrativen Fragen sowie bei der Antragsberatung. Nähere Informationen sind auf den Internetseiten der Projektträger zu finden: Projektträger Jülich (PtJ) und Projektträger TÜV Rheinland.

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Infotipp

BINE-Themeninfo I/2017
Elektromobilität
(PDF, 24 Seiten, 3,3 MB)